Kurz vor Ende der 90 intensiven Minuten schiesst Andreas Gasser sein Team zum Sieg. Zuvor sah alles nach einem leistungsgerechten 1:1 Unentschieden aus. Die frühe Führung der Gäste durch Schwander glich Adrian Nyffenegger noch vor der Pause aus. Gegenüber dem Spiel bei Srbija zeigte der SVS eine deutliche Leistungssteigerung.
Bereits im dritten Saisonspiel stand der SVS vor einer Bewährungsprobe. Die Niederlage am Sonntag bei Srbija sass immer noch recht tief in den Köpfen. Trainer Thomas Widmer rüttelte seine Mannschaft auf und forderte eine klare Leistungssteigerung gegen den Aufsteiger aus Koppigen. Bereits beim Einlaufen schien die Konzentration und auch die Motivation grösser zu sein als noch am Sonntag. Der Spielverlauf zu Beginn hingegen zeigte ein anderes Bild. Bereits mit der ersten nennenswerten Aktion ging der Gast in Führung. Kiener konnte einen Prellball nicht wie gewünscht befreien und Schwander schlenzte den Ball aus 20 Metern über Torwart Ramon Ruch in die linke obere Torecke.
Wichtiger Ausgleich vor der Pause
Sumiswald versuchte in der Folge eine Reaktion auf den frühen Rückstand zu zeigen, scheiterte aber immer wieder an der massierten Abwehr der Gäste oder an eigenen Ungenauigkeiten. Chancen blieben – wie auch bereits am Sonntag – eine Mangelware. Es brauchte eine Standartsituation um zum (gemessen an den Spielanteilen) verdienten Ausgleich zu kommen. Christian Wisler schlenzte eine Freistossflanke mit viel Gefühl in den Strafraum, wo Adrian Nyffenegger am höchsten stieg und zum 1:1 einnicken konnte.
Via Speckrolle ins Glück
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel intensiv und umkämpft, aber wenig attraktiv für die Zuschauer. Die jeweils stärksten Mannschaftsteile waren auf beiden Seiten die Abwehrreihen. Lorenz Lüthi unmittelbar nach dem Seitenwechsel, als ein Koppiger-Abwehrspieler seinen Abschlussversuch auf der Linie klären konnte und Vincent Fuhrer auf Seiten der Koppiger, der alleine vor dem Tor am stark reagierenden Ruch scheiterte (72. Minute) hatten die beiden grössten Torchancen im zweiten Durchgang. Je länger die Partie dauerte, desto mehr bekam der SVS Spiel und Gegner in den Griff. Als sich beide Teams sich insgeheim bereits mit dem Unentschieden anzufreunden versuchten, schoss Andreas Gasser kurz vor Spielschluss den SVS zum Sieg. Ein Siegestreffer, der für viel Gesprächsstoff sorgte. „Offside“ und „Hands“ war der Tenor aus dem Koppiger-Fanlager. Offside? Nein, Offside war es definitiv nicht. Und gemäss der Aussage von Torschütze Andreas Gasser war es auch kein Hands: „Der missglückte Schuss von Stefan Fankhauser prallte mir mitten auf die Speckrolle am Bauch. Von dort kullerte der Ball optimal in meinen Lauf und schliesslich schob ich überlegt zum 2:1 ein!“ sagte Gasser mit einem Lachen. Die drei Punkte waren kurze Zeit später im trockenen. Drei eminent wichtige Punkte. Ohne bisher gross zu glänzen hat man nach drei Spielen sechs Punkte auf dem Konto und so darf der Saisonstart als gelungen betrachtet werden. Steigern werden sich die Jungs von Thomas Widmer weiterhin müssen. Mit Zollbrück, Roggwil, Langnau oder Huttwil werden noch bedeutend härtere Brocken als Koppigen und Srbija auf die Sumiswalder zukommen.
Stefan Sommer
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9. 0:1
39. Nyffenegger 1:1
89. Andreas Gasser 2:1
Ramon Ruch; Grundbacher, Kiener, Andreas Gasser, Jost; Steiner; Lüthi (66. Stefan Fankhauser), Nyffenegger, Roger Geering (39. Siegenthaler); Thomas Gasser, Wisler (65. Adrian Fankhauser)
SVS ohne Pfäffli, Geissbühler, Dominik Ruch (alle verletzt), Sommer (gesperrt), Kramer, Samuel Reist, Michael Reist (nicht im Aufgebot), Marcel Geering (Ferien), Brodbeck (Militär)