Die Vorzeichen hätten an diesem Samstagnachmittag auf der Weiersmatt kaum unterschiedlicher sein können. Auf der einen Seite Sumiswald, in der Tabelle im Niemandsland, quasi schon in der Vorbereitung auf die nächste Saison – auf der anderen Seite der Koppiger SV, auf Platz zwei klassiert und durchaus noch mit Aufstiegsambitionen. Der SVS startete gut in die Partie und konnte das Spiel ausgeglichen gestalten. Wenn die Gäste aus Koppigen gefährlich wurden, dann meistens mittels Standardsituationen. Ernsthaft eingreifen musste Ramon Ruch jedoch selten, auch weil seine Vorderleute die meisten Angriffsversuche unterbinden konnten. Koppigen, welches mit sieben Meisterschaftssiegen de suite mit einem grossen Selbstvertrauen aufspielte, liess vor allem in der eigenen Hälfte wenig bis gar nichts zu und übernahm je länger das Spiel dauerte desto mehr dessen Diktat. Kurz vor der Pause schossen die Gäste das nicht unverdiente Führungstor. Nach einem Laufduell kam es zu einem an der Grenze geführten Zweikampf zwischen Martin Siegenthaler und dem gegnerischen Stürmer Lehmann, der Siegenthaler mit seinem Körper wegdrängte und anschliessend mit der Abgebrühtheit eines Routiniers (Lehmann befindet sich noch tief in den Teenagerjahren) den Ball an Ramon Ruch vorbei legte.
Chancenlos in Halbzeit 2
Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit kam es zu einer Schrecksekunde im Strafraum der Sumiswalder. Nach einem hohen Ball der Gäste prallten Martin Siegenthaler und Ramon Ruch heftig zusammen. Nachdem die beiden stark benommen liegen blieben, konnten nach längerem Unterbruch glücklicherweise beide die Partie fortsetzen. Die Gäste schalteten nach der Pause nochmals einen Gang höher, liessen die Sumiswalder dem Ball hinterherlaufen. Diese wurden zunehmend müde und hatten sichtlich Mühe mit dem Tempo des Gegners. Ab Minute 63 wurde das Spielgeschehen auch auf der Resultattafel ersichtlich. Binnen 17 Minuten stellte Koppigen das Skore von 0:1 auf 0:5. Beim einen oder anderen Tor müssen sich die Sumiswalder auch an der eigenen Nase nehmen. Bei einem indirekten Freistoss war man zu wenig nahe am Gegner, Ballverluste im ersten Drittel kann man sich nicht leisten und ein Tor nach einem Einwurf darf so eigentlich nie passieren. Offensiv konnte der SVS indes kaum Nadelstiche setzen, die Durchschlagskraft fehlte über die gesamten 90 Minuten.
Happiges Restprogramm
Für den SVS stehen nun noch drei Partien an, die nächsten zwei auf der Bümplizer Bodenweid. Kommenden Sonntag ist man beim Tabellenfünften FC Prishtina Bern zu Gast. Bleibt zu hoffen, dass das Team von Winu Aeschlimann den Negativtrend stoppen kann.
Alle Statistiken und Einsätze findest Du im Matchcenter des Spiels!
43. 0:1
63. 0:2
67. 0:3
73. 0:4
80. 0:5
Martin Siegenthaler, Tom Henk Leemhuis
Elie Ritter, Fabian Jäiser, Finn Ritter, Konrad Schlüchter, Lorenz Lüthi, Lukas Müller, Lukas Siegenthaler, Mael Ritter, Marco Jäiser, Martin Siegenthaler, Micha von Allmen, Ramon Ruch, Remo Bürgi, Stefan Fankhauser, Stefan Kämpfer, Tom Henk Leemhuis
SVS ohne: Adrian Nyffenegger, Alexander Kiener, Arian Gashi, Arthur Hoz, Jonas Meer, Josia Berger, Leon Halitaj, Lino Müller, Manuel Meer, Milab Yonatan, Mirco Häfliger, Nino Aeschlimann, Stefan Geissbühler