1. Mannschaft
Wisler bodigt Koppigen

Das neue Kopfballungeheuer des SVS: Chrigu Wisler

"Das Original", Horst Hrubesch: "ich kenne keinen Wisler! Aber so gut wie ich war, ist der sicher nicht"
Effizienter geht es fast nicht. Zur Pause führte der SVS scheinbar vorentscheidend mit 3:0. Nach der roten Karte gegen Siegenthaler wurde es noch einmal so richtig spannend. Koppigen kam bis auf 3:2 heran. Für Sumiswald war es der erste Auswärtssieg in dieser Saison. Mann des Spiels war Christian Wisler mit zwei Toren und einem Assist.
Auf der Fahrt über den „Kappeler“ erinnerte sich Christian Wisler an das Heimspiel gegen Koppigen vor ziemlich genau einem Jahr: „Gegen Koppigen habe ich letzte Saison ein Kopftor gemacht – heute ist wieder eins fällig!“ Das Gelächter im Auto war gross, denn Wisler ist mit seinen rund 1.65 Meter nicht gerade das Ebenbild eines Kopfballungeheuers à la Horst Hrubesch. Doch zu dieser Episode später mehr.
Der SVS startete stark in das wichtige Auswärtsspiel auf dem Chilchacher und lag bereits nach 13 Minuten in Führung. Christian Wisler lancierte Dominik Ruch mit einem perfekt getimten Steilpass und dieser bewahrte vor Torhüter Salzmann die Ruhe und schob überlegt zur 0:1 Führung ein. Koppigen konnte zwar das Spielgeschehen ausgeglichen gestalten, aber in der ersten Halbzeit kamen sie zu keinem zwingenden Torabschluss. Ganz im Gegensatz zum SVS. Wäre der agile Dominik Ruch nicht zweimal vom unsicheren Schiedsrichter Fejza aus dem angeblichen Offside zurückgepfiffen worden, wäre das 0:2 wohl schon früher Tatsache geworden.
Der Auftritt von Christian Wisler
Mit einer Standartsituation ging der SVS in der 25. Minute mit 0:2 in Führung. Wisler zirkelte einen Freistoss aus 18 Metern herrlich in die linke Torecke und überlistete Salzmann, der etwas zu spät reagierte. Und nur gerade neun Minuten später hiess es bereits 0:3. Christian Wisler verwertete einen Eckball von Stefan Sommer - Sie ahnen es bestimmt schon - mit dem Kopf. Wie eingangs erwähnt: ein Tor mit Ankündigung und das Lächeln von Wisler war beim Torjubel noch etwas breiter als sonst bei einem Tor. Zur Pause sah der SVS wie der sichere Sieger aus, dennoch war im Lager der Emmentaler eine gewisse Nervosität zu vernehmen. Man fühlte sich durch die vielen gelben Karten und die oft etwas kleinlichen Pfiffe vom Schiedsrichter benachteiligt.
SVS baut Koppigen auf
Coach Ryser wies seine Spieler an, Ruhe zu bewahren und nicht nervös zu werden. Schliesslich liege man 3:0 in Führung und keinesfalls dürfe den Koppigern ein frühes Tor gelingen. Nun war Koppigen ganz klar spielbestimmend und man konnte erahnen, wie viel Potential in der stark verjüngten Mannschaft des KSV liegt. In der 60. Minuten verlor Sommer bei einem Einwurf den starken Daniel Bolzli kurz aus den Augen und schon bediente er den nachrückenden Angreifer mit einem perfekten Querpass und dieser brauchte nur noch einzuschieben. Nun war sie definitiv zurück im Lager des Gastes: die Nervosität. Zumal der SVS die Gäste mit einer unnötigen Aktion definitiv ins Spiel zurückbrachte. Martin Siegenthaler verlor nach einem Foul an ihm kurz die Beherrschung und betitelte seinen Gegenspieler nach einer Körperöffnung des menschlichen Körpers. Die rote Karte war die logische Folge von dieser nicht spruchreifen Aussage und der SVS musste den Vorsprung ab der 65. Minute mit einem Mann weniger über die Zeit schaukeln. Die Angriffe der Koppiger rollten nun praktisch im Minutentackt auf das Tor von Hans Reber zu. Doch wirklich gefährlich wurde es selten. Dennoch gelang dem starken Aegerter nach einem zu zögerlichen Eingreifen von Pfäffli und Jost das 2:3 und nun wurde es noch einmal so richtig spannend. In den verbleibenden rund 10 Minuten (inkl. Nachspielzeit) kam der KSV noch zu zahlreichen Eckbällen und Freistössen. Hans Reber bewahrte sein Team aber mit sicheren Interventionen vor dem Ausgleich. Als die Nachspielzeit schon fast fertig war, kam sogar Torhüter Mathias Salzmann mit in den Angriff und beinahe wäre ihm noch der Ausgleich gelungen. Doch sein Kopfball strich knapp über das Gehäuse. Es blieb beim knappen 2:3 Auswärtssieg, welcher dem SVS drei Punkte und Platz drei brachte, Trainer Herrmann Ryser die ersten grauen Haare wachsen liess und Christian Wislers zum Kopfballungeheuer mutierte. Eigentlich schade, dass er für das nächste Spiel am Samstag zuhause gegen das starke Serbija keinen Hattrick angekündigt hat.

